Neue Osnabrücker Zeitung, 14. Januar 2008

„Wer hat Lust auf fette Explosionen?“

Magic Andy in der Lagerhalle – Chemieunterricht mal lustig

„Boah, voll cool, warum kann mein Lehrer nicht auch so sein?“ Der junge Mann, der nach dem Auftritt von Magic Andy die Lagerhalle mit leuchtenden Augen verlässt, möchte seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen – aus Angst vor Sanktionen seines Paukers. Nach der Show von Magic Andy könnten Osnabrücker Lehrer zu Recht ein bisschen eifersüchtig sein. Denn so viel Beifall wie der Entertainer hat bestimmt noch keiner von ihnen für eine Stunde Chemie- oder Physikunterricht geerntet. Schon der Anfang des Familienabends war vielversprechend: „Wer hat Lust auf fette Explosionen?“, fragte Magic Andy, der im wirklichen Leben Chemiker ist und eigentlich Dr. Andreas Korn-Müller heißt. Von da an war nur noch Action angesagt: Effektvoll ließ Andy gleich zu Beginn vier Holzfässer explodieren, forderte Zuschauer zum Seilspringen auf und erschoss noch schnell seinen eigenen Schatten. Viele Licht- und Toneffekte hatten auch ihre positiven Seiten: Denn besonders die jungen Besucher verfolgen das Geschehen aufs Genaueste und lernten ganz nebenbei, wie Mikrowellen funktionieren oder was eigentlich Fluoreszenz bedeutet. … Die Schulstunde war plötzlich abrupt vorbei. Und zum ersten Mal in ihrem Leben dachten wohl viele insgeheim: Schade …


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Abendzeitung München, 17. September 2007 | Stuttgarter Zeitung online, Oktober 2007

Hauptsache, es knallt und kracht

«Chemie strapaziert nicht nur den Geist, sondern auch die Lachmuskeln» ist der Wahlspruch des Dresdner Chemikers Andreas Korn-Müller der als «Magic Andy» auf der Bühne steht. Nach dem Chemie-Studium promovierte er – mit 28 – am Max-Planck-Institut für Biochemie in München, arbeitete anschließend in der Aids-Forschung und gestaltete später Ausstellungen für das Deutschen Museum und das Hygiene-Museum. Vor zehn Jahren hängte er die wissenschaftliche Karriere an den Nagel und machte sein Hobby zum Beruf. «Ich vermisse das Lobor nicht», sagt Korn-Müller, «ich habe ja eins auf der Bühne.» Ein halbes Dutzend Wissenschaftsshows hat er im Laufe der Jahre ausgearbeitet: u.a. «Chemical Wild West  Die Wissenschaftsshow mit rauchenden Colts und Dynamit», «Flammenzauber & Feuerkunst», «High-Energy» und eine «HIV-Biochemie-Show» über Aids.

Für Axel Carl von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft liegen Welten zwischen Wissenschaftsshows mit Comedy-Elementen wie etwa «Magic Andy» sie präsentiert, und reiner Comedy mit wissenschaftlichen Elementen. «Das bleibt doch sehr an der Oberfläche», meint Carl. «Hauptsache es knallt und es kracht, aber richtig erklärt werden die Experimente nicht.» Entschieden sinnvoller findet der Duisburger Experimentalphysiker Prof. Eberhard Wassermann Shows und Bühnenprogramme, in denen echte Physiker und Chemiker experimentieren. Mit «authentischen» Showmastern könnten solche Programme durchaus dazu beitragen, bestimmte naturwissenschaftliche Erkenntnisse in die breite Öffentlichkeit zu bringen, sagt Wassermann.

Authentisch ist sicher Andreas Korn-Müller. Nach dem Chemie-Studium promovierte er – mit 28 – am Max-Planck-Institut für Biochemie in München, arbeitete anschließend in der Aids-Forschung und gestaltete später Ausstellungen für das Deutschen Museum und das Hygiene-Museum. Vor zehn Jahren hängte er die wissenschaftliche Karriere an den Nagel und machte sein Hobby zum Beruf. «Ich vermisse das Lobor nicht», sagt Korn-Müller, «ich habe ja eins auf der Bühne.» Ein halbes Dutzend Wissenschaftsshows hat er im Laufe der Jahre ausgearbeitet: «Chemical Wild West  Die Wissenschaftsshow mit rauchenden Colts und Dynamit», «Flammenzauber & Feuerkunst», «High-Energy» und eine «HIV-Biochemie-Show» über Aids.

Inzwischen hat der Wahl-Dresdner auch ein Experimentierbuch für Kinder geschrieben («Das verrückte Chemielabor», Patmos-Verlag) und Handreichungen für Lehrer, in denen er seine Experimente beschreibt. Seine Experimente sollen entweder etwas mit dem Alltag zu tun haben oder möglichst spektakulär sein, erklärt er. Und so kann man im Buch lernen, dass Waschmittel wie ein Glühwürmchen leuchten kann und auf der Bühne erschrecken, wenn wassergefüllte Kugeln in Fässern mit flüssigem Stickstoff zu Eis gefrieren und explodieren. «Experimente müssen spektakulär sein», findet Korn-Müller, «sonst sind sie langweilig».


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Berner Zeitung (Schweiz), 08. August 2005

Show, Schule, Spaß

… „Magic Andy“, Chemiker und Komödiant, kann ein Gewitter auch mit 1500 Zuschauern erzeugen. Zumindest akustisch. Wenn auch die echten Blitze ausbleiben, so erklärt „Magic Andy“ immerhin, wie sie entstehen. Damit es dann doch noch kracht, lässt er Wasser in Eisenkugeln gefrieren – und bringt damit Fässer zum Explodieren. …


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Der Bund (Schweiz), 08. August 2005

Energie-Spektakel

… Der Komödiant Magic Andy vermag dem Publikum spannende Denkanstöße zu liefern und es mit seinen Demonstrationen zu verblüffen. Da explodieren Eisenkugeln im mit Eis gefüllten Kübel und der mit Wasser und Blut versehene Kubus fängt in der Dunkelheit der Nacht zu leuchten an. …


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