Neue Ruhr-Zeitung (NRZ), 04. Juli 2008

Leuchtpulver oder Gummibär

Warum sich Dr. Andreas Korn-Müller den Universitätspreis verdient hat.

Stefanie liefert an diesem Nachmittag den lebenden Beweis dafür, dass Andreas Korn-Müller den Universitätspreis zurecht erhalten hat. Mit dem Mädchen aus dem Publikum hat er gerade erklärt, wie man aus Waschpulver, einem Eisensalz und etwas Farbe eine Substanz herstellt, die – mit Wasser vermengt – im Dunkeln leuchtet. Dann stellt er Stefanie vor die Wahl: eine Handvoll Gummibärchen oder ein paar Löffel jener geheimnisvollen Substanz. Das Mädchen wählt das Pulver und einiges spricht dafür, dass es „Magic Andy“, so der Künstlername des Chemikers mit Doktortitel, gelungen ist, wieder jemanden für die Naturwissenschaften zu begeistern. Genau dies ist Ziel des Uni-Preises: Diejenigen auszuzeichnen, die es schaffen, begeisternd zu erklären, was die Wissenschaftler hinter ihren Büchern, an ihren Computern und in ihren Laboren sich ausdenken. So grübelten auf dem Rückweg vom Festakt auch schon die ersten Studierenden in der U-Bahn darüber nach, wie Korn-Müller denn nun die Cola zum Überschäumen gebracht und dieses täuschend echt ausschauende Bier aus zwei klaren Flüssigkeiten hergestellt habe. Chemie also kann ansteckend sein. … Weil’s bunt und verdammt laut ist – wie die Abschlussexplosion, die das Audimax erzittern ließ, sehr eindrücklich demonstrierte.
von Stephan Hermsen


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Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), 03. Juli 2008

Magische Momente aus dem Chemiebaukasten

Dr. Andreas Korn-Müller erhält den Duisburg-Essener Universitätspreis. Beim Dies Academicus zeigt er Auszüge aus seiner Show.

Beim Dies Academicus an der Uni Duisburg-Essen heißt es „Schutzbrillen aufsetzen!“ Denn wenn er am Werk ist, könnte es schon mal krachen, zischen und stinken: Dr. Andreas Korn-Müller, Entertainer und „Chemielehrer“ der etwas anderen Art. Ohne Schirm, aber mit viel Charme und Melone, schafft Korn-Müller spielend den Spagat zwischen Unterhaltung und Wissenschaft. Auch notorische Chemiemuffel, die dem Fach bisher wenig abgewinnen konnten, belehrt der Künstler mit seinen außergewöhnlichen Bühnenshows eines Besseren. Das Spannende an der Chemie ist, der Natur auf die Spur zu kommen, – und natürlich die Experimente!“ so Korn-Müller, der den Essener Universitätspreis in Empfang nehmen wird. Ausgezeichnet wird er für seine Fähigkeit, wissenschaftliche Inhalte unterhaltsam zu vermitteln und Laien für die Welt der Naturwissenschaft zu begeistern. Der Lerneffekt soll dabei nicht zu kurz kommen: „Es gibt Komiker, denen es nur um Zerstreuung geht. Das reicht mir nicht aus, „ betont der Wissenschaftler, der in seiner Laufbahn auch in der Aids-Forschung tätig war. Mit seiner „Science Comedy“ hat er eine neue Ausdrucksform geschaffen… Über den Preis freut sich Korn-Müller riesig. „Endlich wird die jahrelange Arbeit mal gewürdigt!“ grinst er. Für die Zukunft hat er sich noch eine Menge vorgenommen. So plant er etwa einen Vergnügungspark mit Bildungsfaktor: In der „Science World“ sollen die Besucher sich nicht einfach nur in eine Achterbahn setzen, sondern auch erfahren, welche physikalischen Kräfte dahinter stecken. Man darf also weiterhin gespannt sein.
von Kristin Dowe


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Frankfurt/Dresden/Dortmund (dpa), 28. August 2007

Science-Comedy – Wissenschaftsshows sind erfolgreich, aber umstritten

«Chemie strapaziert nicht nur den Geist, sondern auch die Lachmuskeln» ist der Wahlspruch des Dresdner Chemikers Andreas Korn-Müller der als «Magic Andy» auf der Bühne steht. «Physik ist sexy» findet der Frankfurter Kabarettist und Physiker Vince Ebert. Wo immer sie eingeladen werden – sei es auf Kleinkunstbühnen, zu Firmenfeiern, Wissenschaftsevents, Kinderunis oder im Fernsehen – wird eine Show aus Fächern, die die meisten Zuschauer in der Schule als wenig spektakulär erlebt haben. Auch TV-Shows wie «W wie Wissen» mit Ranga Yogeshwar in der ARD, «Clever» mit Wigald Boning auf Sat.1 oder «Galileo» auf Pro7 zeugen davon, dass es ein wachsendes Interesse an der laienverständlichen Vermittlung naturwissenschaftlicher Themen gibt. «Die Physikanten» um den Dortmunder Physiker Marcus Weber beschäftigen inzwischen 16 Leute und leisten sich sogar eine eigene «Entwicklungsabteilung» für neue Experimente. «Die Nachfrage steigt ständig», sagt Techniker Jörg Hirt-Gerhold, der die Truppe seit sieben Jahren begleitet. An 125 Tagen waren die Physikanten im vergangenen Jahr unterwegs mit ihren sechs Shows zu den Themen Wasser, Feuer, Strom, Mechanik, Optik und Klima. Die Wissenschaft ist gar nicht so begeistert von dem Trend wie man glauben möchte. Für Axel Carl von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft liegen Welten zwischen Wissenschaftsshows mit Comedy-Elementen wie etwa «Magic Andy» sie präsentiert, und reiner Comedy mit wissenschaftlichen Elementen. «Das bleibt doch sehr an der Oberfläche», meint Carl. «Hauptsache es knallt und es kracht, aber richtig erklärt werden die Experimente nicht.» Entschieden sinnvoller findet der Duisburger Experimentalphysiker Prof. Eberhard Wassermann Shows und Bühnenprogramme, in denen echte Physiker und Chemiker experimentieren. Mit «authentischen» Showmastern könnten solche Programme durchaus dazu beitragen, bestimmte naturwissenschaftliche Erkenntnisse in die breite Öffentlichkeit zu bringen, sagt Wassermann. Authentisch ist sicher Andreas Korn-Müller. Nach dem Chemie-Studium promovierte er – mit 28 – am Max-Planck-Institut für Biochemie in München, arbeitete anschließend in der Aids-Forschung und gestaltete später Ausstellungen für das Deutschen Museum und das Hygiene-Museum. Vor zehn Jahren hängte er die wissenschaftliche Karriere an den Nagel und machte sein Hobby zum Beruf. «Ich vermisse das Lobor nicht», sagt Korn-Müller, «ich habe ja eins auf der Bühne.» Ein halbes Dutzend Wissenschaftsshows hat er im Laufe der Jahre ausgearbeitet: «Chemical Wild West ­ Die Wissenschaftsshow mit rauchenden Colts und Dynamit», «Flammenzauber & Feuerkunst», «High-Energy» und eine «HIV-Biochemie-Show» über Aids. Inzwischen hat der Wahl-Dresdner auch ein Experimentierbuch für Kinder geschrieben («Das verrückte Chemielabor», Patmos-Verlag) und Handreichungen für Lehrer, in denen er seine Experimente beschreibt. Seine Experimente sollen entweder etwas mit dem Alltag zu tun haben oder möglichst spektakulär sein, erklärt er. Und so kann man im Buch lernen, dass Waschmittel wie ein Glühwürmchen leuchten kann und auf der Bühne erschrecken, wenn wassergefüllte Kugeln in Fässern mit flüssigem Stickstoff zu Eis gefrieren und explodieren. «Experimente müssen spektakulär sein», findet Korn-Müller, «sonst sind sie langweilig».

Sandra Trauner, Wissenschaftsjournalistin, Frankfurt/Main


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WAZ, 16. Februar 2005

Knall, bumm, peng, zisch, sprudel

Wissenschaftler und Entertainer Andreas Korn-Müller zog 1000 Schüler in den Experimentier-Bann

Der Mann lächelt. Aber nicht so betulich wie der olle Düsentrieb aus den Donald-Duck-Comics. Eher wie Dr. Bakterius, der durchgeknallte Erfinder aus Clever & Smart. Wenn Andreas Korn-Müller dieses entrückte Lächeln aufsetzt, wird es im nächsten Augenblick hell, grell, laut oder heiß, kurz: gefährlich. Vollbesetzte Stuhlreihen in der Aula des Gymnasiums In den Filder Benden, die Schüler halten sich die Ohren zu. Ohne Not sollte man Kaliumperchlorat und Aluminiumpulver besser nicht zusammenbringen (vgl. „Lexikon der deutschen Sprengstoffmischungen“). Andreas Korn-Müller, der sich „Magic Andy“ nennt, er tut es dennoch – und lächelt … Ein mächtiger Knall! Qualm. Nun lächeln auch die Schüler. Chemie kann so spannend sein. Wie spannend, das hat der 39-jährige Wissenschaftler und Entertainer gestern bei drei Shows insgesamt etwa 1000 Mädchen und Jungen vorgeführt.


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Rheinische Post, 16. Februar 2005

Zauberhafte Chemiestunde

Eine Chemiestunde der ganz besonderen Art bekamen Schüler am Gymnasium in den Filder Benden. Sowohl Dritt- und Viert-Klässler, aber auch zahlreiche Schüler des Gymnasiums machten bei dieser interaktiven Show mit: Der Chemiker Dr. Andreas Korn-Müller alias „Magic Andy“, wie er sich in der Show selbst nannte, präsentierte mit vielen einfachen Chemikalien eindrucksvolle Experimente. Allein schon die Begrüßung: Da ließ der Chemiker Wasser explodieren und zog mit großen Rauchschwaden und Stichflammen die Aufmerksamkeit auf sich. Zwischen den Versuchen stellte der Chemiker amüsante Fragen zu Grundkenntnissen der Chemie und belohnte richtige Antworten mit Gummibärchen. Die komplette Show war geprägt von Entertainment, Musik und Lichteffekten. Korn-Müllers lockere Art und sein Sinn für Humor ließen die Schüler die typische Vorstellung vom Chemielehrer im weißen Kittel einmal völlig vergessen. Von den Reaktionen der Chemikalien waren vor allem die Grundschüler fasziniert. „Eine tolle Show“, fanden auch die Viertklässler Leon Soffner, Matthias Flügen und Christina Unger. „Wir haben richtig gestaunt über die Experimente.“


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Westdeutsche Zeitung, 13. März 2004

„Magic Andy“ ließ es krachen Chemie einmal ganz anders: Furiose Show faszinierte im BayTreff

Ein junger Mann im weißen Kittel huscht hinter zwei mit allerhand Flaschen und Reagenzgläsern bestückten Tischen und einer „Magic Bar“ hin und her. Füllt hier und da etwas ein. Vor den Tischen dampfen derweil zwei Fässer mit der Aufschrift „Dynamit“ vor sich hin. Gespannt verfolgen das 600 Zuschauer. Plötzlich wird der Saal verdunkelt. Aus den Musikboxen erschallen schrille Technobeats. Die Bühne ist eingehüllt in ein buntes Lichterspiel. Rhytmisch tanzend zu den Beats steht „Magic Andy“ auf einmal zwischen den Apparaturen. Er vermengt zwei Substanzen. Flammen zucken empor. Sie entzünden die Schnur des Luftballons, der in einem lauten Knall explodiert. Helle Funken sprühen aus einem Reagenzglas und aus den Dynamitfässern schießen Nebelfontänen. Eine Duftwolke aus Laborgerüchen zieht durch den Saal. Ein fulminanter Beginn der eineinviertel Stunde dauernden Chemieshow von „Magic Andy“. Mit seiner lockeren Art erklärte „Magic Andy“ wie es dazu kommen konnte. Überhaupt ließ er kein Ereignis, keine Reaktion unverständlich und unerklärt im Raum stehen …

Am Donnerstagabend unterhielt der Chemiker nach 1998 zum zweiten Mal sein Publikum mit verblüffenden Experimenten im BayTreff. Dabei involvierte er einige „Freiwillige“ in seine Show …

Mit 600 glühenden Stäbchen, nach dem Prinzip der Glühwürmchen, und reichlich Applaus verabschiedete das Publikum „Magic Andy“.


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Münchner Merkur, 26. Januar 2001

Scherze mit dem Knalleffekt

Magic Andy gibt 600 Münchnern Nachhilfe in Chemie Funken flogen, Rauchschwaden zogen durch die Luft und immer wieder schäumte und knallte es gewaltig. Der Carl-Orff-Saal im Gasteig schien sich in ein Chemielabor verwandelt zu haben.


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Bonner General-Anzeiger, 19. September 2000

Der Mann, der Chemie zur Comedy macht

FAZ 04. November 1999

Ein explosives Spektakel

Die ZEIT 09. September 1999

Chemie als Comedy

Die WELT, 18. August 1999

Magic Andy zaubert Chemie-Show für Laien “Magic Andy” beweist’s: Chemie strapaziert nicht nur den Geist, sondern auch die Lachmuskeln

Berliner Zeitung, 18. August 1999

Auf der Bühne sieht Ochsenblut wie Himbeereis aus

Rheinische Post, 21. November 1998

Titanic sinkt zur Film-Musik

Stuttgarter Nachrichten, 30. April 1998

Wenn Nitro und Glyzerin unter den Hammer kommen

Badische Zeitung, 24. April 1998

Chemie zum anfassen, selbst wenn sich Rosen in Staub auflösen

VDI nachrichten, 9. Januar 1998

Technomusik begleitet Knallgas-Experiment


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